Univ.-Prof. Dr. Else Jahn; Bild-Archiv: Barbara Knoflach

ao. Univ.-Prof. Dr. Else Jahn

* 28.8.1913 Klagenfurt
† 9.8.2008

ao. Univ.-Prof. Dr. Else Jahn

# Entom.;
Fasengartengasse 5-7, II, 8, 1130
geb.: 1913, Klagenfurt
Beruf: Forstentomologin i. R.;
Publikationen:
150 wiss. Veröffentlichungen siehe auch unter Arbeitsschwerpunkte,
Bücher u. Monographien:
1958: Insektenviren, in Probleme d. Bioklimatologie. Akad. Verlagsgesellschaft Leipzig.
1978: Notodontidae, Zahnspinner; In: Forstschädlinge Europas IV. Schmetterlinge S. 404 - 421, herausgegeben von Wolfgang Schwenke.
1939: Dissertation: Anatomische und tiergeographische Untersuchungen an der Coleopterengattung Otiorrhynchus. Universität Wien. 118 Seiten.
1944: Habitationsschriftl. Bodentieruntersuchungen in den Flugsandböden des Marchfeldes, Hochschule für Bodenkultur Wien. 1950 Veröffentlichungen: Z. ang. Ent. 32, 209-274
Entomologische Arbeitsschwerpunkte, Themenbereich: Massenvermehrungen forstlicher Schadinsekten in Abhängigkeit von Umweltfaktoren; Möglichkeiten von deren Verhinderung; Insektenpathologie, insbesondere Viruserkrankungen; Boden-tiere der Wälder - Besiedlungsdichte hinsichtlich menschlicher Maßnahmen, wie Waldweide, Rodung, Biophysikalische Felder-Mondeinfluss-Insektenauftreten
Wissenschaftliche Auszeichnungen:
23. März 1964; Verleihung des Titels eines Außerordentlichen Universitätsprofessors durch den Bundespräsidenten.
25. Jänner 1994: Ernennung zum Ehrenmitglied der österreichischen entomologischen Gesellschaft durch den Präsidenten.
(Erfassungsstand 2002)



Jahn, Else
*1913 Klagenfurt
Botanikerin, Forstentomologie

Promovierte 1939 an der Universität Wien zum Doktor phil. Habilitierte sich 1944 für Forstschutz und Forstentomologie an der Hochschule für Bodenkultur. 1945 Habilitation nicht anerkannt, 1950 neuerliche Verleihung der Venia docendi für "angewandte Entomologie" durch die Universität Innsbruck. 1946-1954 Forstentomologin bei der Landesforstinspektion Innsbruck 1954-1978 Abteilungsleiter für Forstentomologie an der Forstlichen Bundesversuchsanstalt Wien. Mit 1979 in den Ruhestand getreten. 1964 Verleihung des Titels eines außerordentlichen Universitätsprofessors; Vorlesungen über Forstentomologie und Forstschutz an der Hochschule für Bodenkultur in Wien (1958-1985) und für "angewandte Entomologie" an der Universität Innsbruck (1951-1985).
Ziel ihres Studiums war zunächst die Lehramtsprüfung für Naturgeschichte (Hauptfach) und Physik (Nebenfach), die sie 1938 ablegte. Neben ihrer Lehrtätigkeit an Mittelschulen (1938-1940) promovierte sie mit einer Arbeit über "Anatomische und Tiergeographische Untersuchungen an der Coleopterengattung Opiorrhynchus Germ." und war gleichzeitig als wissenschaftliche Hilfskraft am Zoologischen Institut der Universität Wien tätig. Damit begann auch ihre eigentliche wissenschaftliche Tätigkeit, die sie als Studienassessor an die Hochschule für Bodenkultur in Wien und an die Universität Innsbruck führte. Ihre Habilitationsschrift an der Hochschule für Bodenkultur beschäftigte sich mit "Bodentieruntersuchungen in den Flugsandgebieten des Marchfeldes". Das Kriegsende erlebte sie in der Biologischen Station in Lunz. Die Venia docendi wurde 1945 vom Unterrichtsministerium nicht anerkannt. Else Jahn reichte die gleiche Habilitationsschrift 1950 neuerlich ein. Diesmal wurde ihr die große Lehrbefugnis von der Universität Innsbruck für "angewandte Entomologie" verliehen. Von 1946 bis 1954 als Forstentomologin bei der Landesforstinspektion in Tirol tätig, begann Frau Jahn im Mai 1954 ihren Dienst an der Forstlichen Bundesversuchsanstalt in Wien, wo sie durch 25 Jahre die Abteilung für Forstentomologie leitete. Nach Erreichen der Altersgrenze trat sie mit Beginn 1979 in den Ruhestand.
Schwerpunkte ihrer Arbeit waren Untersuchungen zur Insektenpathologie, vor allem durch Viren, Studien zur Bionomie von Arthropoden, die Ausbreitung von Schadinsekten, Umwelteinflüsse, auch solche biophysikalischer Felder. Auch ihre Abhängigkeit von Mondeinflüssen wurde untersucht, so z. B. am Auftreten des Borkenkäfers an zu Voll- und Neumond gefällten Fichten. Weiters wurde in Zusammenarbeit mit Gertrud Schimitschek das Auftreten von Bodentieren unter Einfluß Land- und forstwirtschaftlicher Maßnahmen (Waldweide, Streugewinnung) untersucht. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten haben in cirka 150 Publikationen, einem Buch und mehreren Buchbeiträgen ihren Niederschlag gefunden.
Frau Jahn ist nicht nur Wissenschafterin, sondern auch Lyrikerin, wovon drei Gedichtbände Zeugnis ablegen. Die musische Begabung liegt wohl in ihren Vorfahren begründet.
Großvater Gustav Jahn war bekannter Bildhauer in Wien, ihr Onkel gleichen Namens berühmter Landschaftsmaler.
Auf Grund ihres stillen, bescheidenen Charakters war es Else Jahn nur zum Teil gelungen, sich mit ihren Ideen durchzusetzen. Die jahrelange Freundschaft mit Prof. Erwin Schimitschek und dessen Frau Gertrud haben auf ihren wissenschaftlichen Werdegang nachhaltigen Einfluß ausgeübt.
aus H. Killian 2002

Nachruf1 Else Jahn
Nachruf2 Else Jahn
Else Jahn, Anzeige zum 90er (aus Entomologica Austriaca Bd. 9)

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