Odo J.G. Klimsch

* 11.3.1882 Ferlach
† 18.5.1971

Odo J.G. Klimsch

Er besuchte die Mittelschulen in Klagenfurt und St. Paul (Lavanttal) und trat nach Enttäuschungen im forstlichen Bereich in den Finanzdienst ein. Zuletzt war er Amtsrat. Sein Vater, der aus dem Sudetenland stammend als Wandergeselle in Kärnten sesshaft geworden war und das Schneiderhandwerk ausübte, gab zusammen mit der gleichbestimmten Mutter dem Elternhaus eine ausgesprochene naturfreudige und tierfreundliche Note. So wuchs der Sohn zwischen gefiederten Käfiginsassen auf, und das ihn bestimmende Erbteil umschloß neben frühem Bemühen um den Schutz der heimischen Natur einen besonders wachen Blick für die Welt der Vögel. Seit Anfang des Jahrhunderts fühlte er sich (nach seinen eigenen Worten) durch Namen wie BREHM, F. v. LUCANUS, Blasius HANF, V. v. TSCHUSI und Bengt BERG angeregt, "Sreigbügelhalter für die Wissenschaft" und damit Diener an seiner Heimat zu werden. Da er zudem überzeugt war, daß "das Ohr der beste Weg zum Herzen des Menschen" sei, drängte es ihn, die autodidaktisch erworbenen Kenntnisse an seine Landsleute weiterzugeben. Neben tätiger Mitarbeiter am Kärntner Landesmuseum sowie im österreichischen Naturschutz und deutschem Vogelschutzbund übernahm er Vorträge mit volkstümlich belehrenden Themen vor Vereinen, im Rundfunk, bei Führungen und Vogelschauen. So wurde er, frei von pseudowissenschaftlichem Ehrgeiz, ein fließiger Künder eigener avifaunistischer Erfahrungen und gwissenhafter Berichterstatter über Fortschritte in der brutbiologischen, ökologischen und phänologischen Forschung. Zahlreiche, an Fachorgane und Tageszeitungen gegebene Verlautbarungen trugen den Stempel wohltuender Sachlichkeit. U.A. CORTI konnte in "Die Brutvögel der deutschen und österreichischen Alpenzone" (1959) 56 Titel über die Ornis Kärntens nennen. Sie standen zwischen 1908 und 1955 in Gef. Welt, Tierwelt (Wien), Carinthia, Der Waldrapp, Natur und Land. Aus dem letzten Lebensabschnitt lagen noch Arbeiten vor wie "Die Auswirkungen der Kulturveränderungen auf die Vogelwelt um Klagenfurt seit 1930" (Carinthia II 66, 1956) und "Verzeichnis der in Kärnten vorkommenden Vögel (ebend. 70, 1960). An Ehrungen und Auszeichnungen durch naturwissenschaftlichen Verienigungen fehlte es dem getreuen Sohn des Kärntner Landes nicht. Schon 1912 wurde er Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Zoologischen Gesellschaft in Wien. - Lit.: Würdigung. Klagenf. Ztg. v. 10.3.1962 und Kärnter Volksblatt Nr. 10, 1962. - Autobiogr. Vom Vogelliebhaber zum Kundler , ebend. Nr. 10, 1962. - Nachruf (von W. WRUß). Landesstelle Kärnten der Österreichischen Vogelwarte Wien, Folge 7, Juni 1971. - Ders., Österr. Naturschutz und Bergwwacht, Mitt.-Bl. Kärnten, August 1971. - Ders., Egretta 14, 1971, S. 30.
Nachruf Odo Klimsch (aus Carinthia II, Bd. 161/81)
Todesanzeige Odo Klimsch (aus Vogelkundliche Berichte und Informationen Ausgabe Kärnten Bd 7/1971)

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