Viktor Litschauer

* 1879
† 1939

Viktor Litschauer

Unter den Schülern Franz von H ö h n e l's trat besonders Prof. Dr.
Viktor L i t s c h a u e r (geb. 1879, gest. 1939) hervor. Schon im dritten
Studienjahr erwählte H ö h n e l ihn zu seinem Assistenten; 1903 erhielt
er eine Dozentenstelle am Technischen Gewerbemuseum in Wien, später
(1907) auch den Lehrauftrag für H ö h n e l , der für eine Tropenreise
(Java, Ceylon) beurlaubt war, Vorlesungen an der bezeichneten Hochschule
zu halten. Eine dauernde Lebensstellung wurde ihm (1908) durch
die botanische Professur an der Handelsakademie in Innsbruck gegeben.
L i t s c h a u e r beschäftigte sich hauptsächlich mit den niederen Hymenomyceten:
Corticieen, Phylacteriaceen und besonders mit der Gattung
Tomentella. Der Kenner dieser niederen, besonders auf Rinde und Holz
wachsenden Pilze weiss, welche Schwierigkeiten die Abgrenzung und
Bestimmung der Arten bieten. L i t s c h a u e r hat sich die ganze Zeit
seines Lebens mit diesen Pilzgattungen beschäftigt; er gibt auch dankensswerterweise
die Methode kund, mit der er das innere Gefüge des
zarten und oft schleierhaften Gewebebaues und der Hymenien aufschloss.
Die feinen und klaren Zeichnungen, die er den Beschreibungen
beifügt, sind besonders instruktiv.
L i t s c h a u e r stand mit Mykologen der ganzen Welt in Kontakt
und verwendete viel Zeit und Mühe auf die Bestimmung fremder
Funde. Im Bestreben, seine erworbenen Erfahrungen einem grösseren
Kreise von Mykologen zu vermitteln, gab er mehrere Exsikkatenwerke
heraus.
K i l l e r mann, S., 1940, Franz v. H ö h n e ] u. Viktor L i t s c h a u e r .
Zeitschrift für Pilzkunde, 19 (neue Folge).
Loh wag, H., 1940, Viktor L i t s c h a u e r zum Gedenken. Annales Mycologici,
38. [aus Sydowia 22, 1968]

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